Interne Überwachung:

Auswirkungen auf MitarbeiterInnen.

Ueberwachung im Unternehmen

Die Mitglieder unserer Gesellschaft werden systematisch überwacht. Die Sache an sich ist nicht neu, wohl aber das Ausmaß. Bekannt ist auch, dass einige Unternehmen ihre MitarbeiterInnen ausspionieren. Erinnern Sie sich an den Skandal bei der Deutschen Bahn, der im Frühjahr 2009 hochkochte und Hartmut Mehdorn seinen Posten kostete? Die Deutsche Bahn hatte MitarbeiterInnen auf Korruptionsverdacht überprüfen lassen – mit umstrittenen Methoden.

Die Grenzen zwischen rechtskonformen Kontrollen (Compliance) und einer ethisch, moralisch und rechtlich nicht vertretbaren Überwachung sind nicht immer eindeutig. Die Diskussion um den Arbeitnehmerdatenschutz wird im Jahr 1 nach Edward Snowden sicherlich weiter an Fahrt aufnehmen.

Imageschaden und der mögliche Verstoß gegen das Datenschutzgesetz sind zwei Aspekte von Überwachung und Bespitzelung. Wie aber wirken sie auf MitarbeiterInnen? Weiterlesen

Nutzen für die interne Kommunikation:

Gallup: Bangemachen gilt nicht!

Gallup-Engagement-Index

Seit 2001 erhebt das Forschungsinstitut Gallup das Engagement der deutschen ArbeitnehmerInnen. Das Institut hat nun vorgestern, am 31. März 2014, die neuen Zahlen für 2013 vorgelegt, die wie in den Vorjahren weiterhin erschreckend sind: Über zwei Drittel der Befragten haben gar keine oder eine geringe emotionale Bindung an ihr Unternehmen.

Angreifbare Ergebnisse

Der Gallup-Index wird in Fachkreisen der internen Kommunikation gerne zitiert, um auf die Wichtigkeit des eigenen Fachbereiches hinzuweisen. Ich halte das für kontraproduktiv: Die Ergebnisse sind alleine schon durch das Erhebungsverfahren stark angreifbar. Somit könnte auch das Anliegen, für mehr Akzeptanz der internen Kommunikation zu werben, angegriffen werden. Weiterlesen

Interne Kommunikation und der angemessene Umgang:

"Du Blödmann" oder "Sie Blödmann"?

Siezen oder Duzen

Zwei Fragen tauchen in meinen Beratungsgesprächen zur Kommunikationskultur immer wieder auf: Wann duzen und wann siezen wir? Sollen wir eine Duz-Kultur einführen?

Zunächst war ich über die Fragen überrascht. In der deutschen Sprache unterscheiden wir zwischen der vertraulicheren Anrede „Du“ und der Höflichkeitsform „Sie“ und haben so die Möglichkeit, Nähe und Distanz zu regulieren. Förmlichkeiten vereinfachen die Ansprache, wenn es komplizierter wird – dachte ich jedenfalls.

Vor über 20 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn in einer großen amerikanischen Beratungsgesellschaft. In einer mehrtägigen Einführungsveranstaltung wurde uns Neuankömmlingen Benehmen beigebracht. Die Gesellschaftsdame riet uns vom Duzen – auch unter Kollegen – mit der Begründung ab, „Du Blödmann“ sage sich leichter als „Sie Blödmann“. Wir sollten also eine professionelle Distanz selbst unter den Kollegen an den Tag legen. Weiterlesen

Interne Kommunikation und der Cliffhanger:

Bluma und die Liebe auf den ersten Blick.

Bluma Zeigarnik

Als mir eine Dozentin von Bluma Zeigarnik erzählte, war es Liebe auf den ersten Blick. Es lag an dem Namen Bluma, mit dem ich einen warmen, unbeschwerten und fröhlichen Sommertag auf dem Land verband. Und es lag an der Geschichte um Bluma Zeigarnik und Kurt Lewin, die allerdings nicht auf dem Land, sondern im Berlin der 1920iger Jahre spielte.

Bluma Zeigarnik, eine junge litauische Studentin, beobachtete in einem Café gemeinsam mit ihrem Professor Kurt Lewin, dem Urvater der Sozialpsychologie und der Feldtheorie, die abkassierenden Kellner. Dabei wunderten sie sich, dass sich die Kellner bis zum Zeitpunkt des Bezahlens sehr genau an die Bestellung erinnerten. Danach vergaßen sie aber sofort, was die Besucher konsumiert hatten. Weiterlesen

Veränderungen:

Angst im Anzug.

Angst im Anzug

Vom Umgang mit der Angst in Veränderungsprozessen

Kürzlich las ich wieder: Für Veränderungsprozesse in Unternehmen ist der Umgang mit den Emotionen, besonders der Angst, eine Grundbedingung. Als Empfehlung wurde eine konsistente, konsequente und kontinuierliche interne Kommunikation ausgesprochen. So einfach, wie es klingt, finde ich das aber nicht.

Die Keule aus der Steinzeit

Angst gehört als Basisemotion zu unserem biologischen Grundsystem. Die Evolution schlägt erbarmungslos zu, wenn wir uns bedroht fühlen. Unseren Urahnen sicherte dieser Instinkt das Überleben. Und auch heute Weiterlesen