Literatur zur internen Kommunikation:

„Interne Unternehmenskommunikation“ von Siegfried Schick.

Interne Kommunikation Literatur

„Was empfehlen Sie an Literatur zur internen Kommunikation?“, wurde ich in letzter Zeit erstaunlich oft gefragt. Da passt es, dass eine meiner Hauptempfehlungen in diesem Monat in der 5., aktualisierten Ausgabe erschienen ist: „Interne Unternehmenskommunikation. Strategien entwickeln, Strukturen schaffen, Prozesse steuern“ von Siegfried Schick.

Mir gefällt die unaufgeregte und pragmatische Art, wie Schick die Themen präsentiert. Gleich im Vorwort der neuen Auflage weist er darauf hin, dass der große „Kracher“ und die Innovation fehlen, dass sich die interne Kommunikation jedoch kontinuierlich weiterentwickelt (hat). Recht hat er! Weiterlesen

Erfolgsfaktor in der internen Kommunikation:

Verständlichkeit.

Kennen Sie Gibberisch? Gibberisch zählt zu den Fantasiesprachen und wird gerne in Meditationen eingesetzt. Wer einige Minuten in Gibberisch vor sich hinplappert, bekommt den Kopf frei. Beabsichtigen Vorstandsvorsitzende mit ihren Reden etwas Ähnliches und wollen ihren Zuhörern einen entspannten Moment bieten?

Diese Frage drängte sich mir nach einem Blick in einen F.A.Z.-Artikel auf. Seit Anfang des Jahres begutachten der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Brettschneider von der Universität Hohenheim und sein Team Reden von DAX-Vorsitzenden, die während der Hauptversammlung gehalten wurden. Die Verständlichkeit der Reden hat sich laut der Pressemitteilung der Universität Hohenheim zum Vorjahr verbessert. Es scheint allerdings noch viel Luft nach oben zu geben. Wünschen wir uns, dass es in der internen Kommunikation besser läuft: Sie braucht Verständlichkeit, sonst verpufft sie wirkungslos. Weiterlesen

Interne Überwachung:

Auswirkungen auf MitarbeiterInnen.

Ueberwachung im Unternehmen

Die Mitglieder unserer Gesellschaft werden systematisch überwacht. Die Sache an sich ist nicht neu, wohl aber das Ausmaß. Bekannt ist auch, dass einige Unternehmen ihre MitarbeiterInnen ausspionieren. Erinnern Sie sich an den Skandal bei der Deutschen Bahn, der im Frühjahr 2009 hochkochte und Hartmut Mehdorn seinen Posten kostete? Die Deutsche Bahn hatte MitarbeiterInnen auf Korruptionsverdacht überprüfen lassen – mit umstrittenen Methoden.

Die Grenzen zwischen rechtskonformen Kontrollen (Compliance) und einer ethisch, moralisch und rechtlich nicht vertretbaren Überwachung sind nicht immer eindeutig. Die Diskussion um den Arbeitnehmerdatenschutz wird im Jahr 1 nach Edward Snowden sicherlich weiter an Fahrt aufnehmen.

Imageschaden und der mögliche Verstoß gegen das Datenschutzgesetz sind zwei Aspekte von Überwachung und Bespitzelung. Wie aber wirken sie auf MitarbeiterInnen? Weiterlesen

Nutzen für die interne Kommunikation:

Gallup: Bangemachen gilt nicht!

Gallup-Engagement-Index

Seit 2001 erhebt das Forschungsinstitut Gallup das Engagement der deutschen ArbeitnehmerInnen. Das Institut hat nun vorgestern, am 31. März 2014, die neuen Zahlen für 2013 vorgelegt, die wie in den Vorjahren weiterhin erschreckend sind: Über zwei Drittel der Befragten haben gar keine oder eine geringe emotionale Bindung an ihr Unternehmen.

Angreifbare Ergebnisse

Der Gallup-Index wird in Fachkreisen der internen Kommunikation gerne zitiert, um auf die Wichtigkeit des eigenen Fachbereiches hinzuweisen. Ich halte das für kontraproduktiv: Die Ergebnisse sind alleine schon durch das Erhebungsverfahren stark angreifbar. Somit könnte auch das Anliegen, für mehr Akzeptanz der internen Kommunikation zu werben, angegriffen werden. Weiterlesen

Interne Kommunikation und der angemessene Umgang:

"Du Blödmann" oder "Sie Blödmann"?

Siezen oder Duzen

Zwei Fragen tauchen in meinen Beratungsgesprächen zur Kommunikationskultur immer wieder auf: Wann duzen und wann siezen wir? Sollen wir eine Duz-Kultur einführen?

Zunächst war ich über die Fragen überrascht. In der deutschen Sprache unterscheiden wir zwischen der vertraulicheren Anrede „Du“ und der Höflichkeitsform „Sie“ und haben so die Möglichkeit, Nähe und Distanz zu regulieren. Förmlichkeiten vereinfachen die Ansprache, wenn es komplizierter wird – dachte ich jedenfalls.

Vor über 20 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn in einer großen amerikanischen Beratungsgesellschaft. In einer mehrtägigen Einführungsveranstaltung wurde uns Neuankömmlingen Benehmen beigebracht. Die Gesellschaftsdame riet uns vom Duzen – auch unter Kollegen – mit der Begründung ab, „Du Blödmann“ sage sich leichter als „Sie Blödmann“. Wir sollten also eine professionelle Distanz selbst unter den Kollegen an den Tag legen. Weiterlesen