Die Rolle der Corporate Language in der Kommunikation

Sigrid Varduhn zu Corporate Language

Wie viele Worte kommen aus Ihrem Unternehmen jeden Tag bei Kunden, Mitarbeitern, Partnern an? Zählen Sie alles mit: E-Mails, Briefe, Telefonate, Websites, Broschüren, Plakate, soziale Medien, …

Jeder dieser Kontakte kann das Besondere Ihres Unternehmens sprachlich erlebbar machen – oder auch nicht.

Unternehmenssprache liegt im Trend

Corporate Language, Corporate Writing, Corporate Voice, Verbal Identity, Wortklima oder Sprachdesign, … Immer wieder neue Begriffe zeigen, dass der bewusste Umgang mit der Sprache im Unternehmen im Trend liegt – und sich nicht nur die PR-Abteilung damit auskennen sollte.

Flotte Sprüche oder Du-Ansprache – oft ergibt sich das, was von außen als Unternehmenssprache wahrgenommen wird, allerdings fast ausschließlich aus der Werbung. In E-Mails, Rechnungen oder im Beschwerdemanagement ist das Besondere viel weniger deutlich auszumachen. Dabei erlebt der Kunde den Kontakt mit dem Unternehmen bei einer Nachfrage intensiver als bei nur flüchtig wahrgenommener Werbung.

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Literatur zur internen Kommunikation

„Social Collaboration Workplace“ und „Rede mit mir“

Zwei Fachbücher habe ich kürzlich gelesen, die es wert sind, besprochen zu werden:

„Social Collaboration Workplace“ von Andreas Hiller, Marcus Schneider, Anne Christine Wagner

Zwei der Autoren, Anne Christine Wagner und Marcus Schneider, habe ich vor kurzem bei einem Vortrag erlebt und war angetan von ihrer strukturierten und unaufgeregten Vorgehensweise. Das Fachbuch spiegelt sie wider. „Rechnet sich das?“ heißt eines der ersten Kapitel und steht exemplarisch für die Autoren und das Buch: pragmatisch, klar und vertrauenswürdig. Hier schreiben Praktiker mit einem enormen und reflektierten Erfahrungsschatz in einer zugänglichen Sprache.

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Der Umgang mit dem Abschied von Kolleginnen und Kollegen

Interne Kommunikation und die Trauer

Die Nachricht kam am späten Vormittag und war eine schlichte Mail: „Vor einer Stunde ist mein Mann im Krankenhaus verstorben. Er verließ das Haus zum Joggen und kam nicht zurück. Wir waren 15 Jahre verheiratet.“ Schock und Schweigen unter uns Kolleginnen und Kollegen. An Arbeit konnten wir an diesem Tag nicht mehr denken.

Wie es nach dem ersten Schock weiterging? Wir erkundigten uns, ob die Geschäftsleitung ebenfalls informiert war. Das war sie, doch was dann passierte, ist ein Lehrstück für einen „Worst Case“: Unser Chef tauchte wortlos ab und die Personalabteilung gab eine inhaltlich fehlerhafte Todesanzeige heraus. Unsere Trauer mischte sich mit Wut. Wir empfanden den (Nicht-)Umgang als würdelos und geringschätzend.

Der „Trauermonat“ November bietet sich an für einige Gedanken zum Tabuthema Tod. Wie gehen Unternehmen angemessen mit dem Tod von Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen um? Standardrezepte kann ich nicht liefern, jedoch Anregungen und Denkanstöße. Nehmen Sie sich etwas Ruhe, um den Text zu lesen: Das Thema ist zu ernst, um darüber hinwegzuhuschen.

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