Der Umgang mit dem Abschied von Kollegen

Interne Kommunikation und die Trauer

Die Nachricht kam am späten Vormittag und war eine schlichte Mail: „Vor einer Stunde ist mein Mann im Krankenhaus verstorben. Er verließ das Haus zum Joggen und kam nicht zurück. Wir waren 15 Jahre verheiratet.“ Schock und Schweigen unter uns Kollegen. An Arbeit konnten wir an diesem Tag nicht mehr denken.

Wie es nach dem ersten Schock weiterging? Wir erkundigten uns, ob die Geschäftsleitung ebenfalls informiert war. Das war sie, doch was dann passierte, ist ein Lehrstück für einen „Worst Case“: Unser Chef tauchte wortlos ab und die Personalabteilung gab eine inhaltlich fehlerhafte Todesanzeige heraus. Unsere Trauer mischte sich mit Wut. Wir empfanden den (Nicht-)Umgang als würdelos und geringschätzend.

Der „Trauermonat“ November bietet sich an für einige Gedanken zum Tabuthema Tod. Wie gehen Unternehmen angemessen mit dem Tod von MitarbeiterInnen und KollegInnen um? Standardrezepte kann ich nicht liefern, jedoch Anregungen und Denkanstöße. Nehmen Sie sich etwas Ruhe, um den Text zu lesen: Das Thema ist zu ernst, um darüber hinwegzuhuschen.

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