Reframing in der internen Kommunikation nutzen:

Eine Strategie ist eine Strategie ist eine Strategie?

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Reframing in der internen Kommunikation

„Wir haben keine Zeit, uns mit der Strategie zu beschäftigen. Das Tagesgeschäft frisst uns auf“. Als die Managerin der internen Kommunikation die Strategie kommunizieren wollte, reagierten die Mitarbeiter/innen eher ablehnend. Schon in der Analysephase zeigte sich das Hauptproblem: Die Mitarbeiter/innen sahen die Strategie als lästig und zeitraubend an. Was tun?

Abhilfe kann ein topaktuelles Thema schaffen: Reframing und die damit verbundenen Frames. Das Wissen ist zwar alt, bekommt aber gerade durch die politische Kommunikation Auftrieb (Trump grüßt per Twitter).

Ändern Sie den Deutungsrahmen

Beim Reframing verändern wir bewusst den Deutungsrahmen (= Frame), den Themen und Wörter im Gehirn hervorrufen. Sobald ein Mensch Informationen wahrnimmt, wird im Gehirn ein Frame aktiviert. Dieser Frame hat all sein Wissen, seine Erfahrungen und Gedanken zu dem angesprochenen Thema oder dem Wort gespeichert.

Meist unterbewusst und blitzschnell werden die folgenden Fragen beantwortet:

  • Wie stehe ich zu dem Thema?
  • Was für positive und negative Erfahrungen habe ich gemacht?
  • Lohnt es sich, sich mit dem Thema zu beschäftigen?

Wenn wir nun also ein positives Bild von der Strategie vermitteln wollen, müssen wir zunächst die entsprechenden Frames kennen. Was haben die Mitarbeiter/innen an Erfahrungen zum Strategiethema abgespeichert? Wie stehen sie dazu? Erst dann können wir über neue Wörter und Themen reframen, den Deutungsrahmen verändern.

Unser Gehirn mag Vertrautes

 Je mehr bekannte Konzepte unser Gehirn identifiziert, desto schneller und effizienter verarbeitet es sie. Dabei werden die Informationen vom Gehirn simuliert. Informationen, die die Sinne und vor allem den Bewegungssinn ansprechen, können besser simuliert und somit besser bewertet werden.

So gehen Sie beim Reframing vor

So funktioniert es

  • Analysieren Sie, welches Verständnis von einem Begriff oder Thema vorliegt. Welche Erfahrungen und Werte sind abgespeichert?
  • Definieren Sie einen neuen Begriff oder neue Themen.
  • Suchen Sie nach dem Vertrauten im Thema und bringen Sie nicht zu viele neue Informationen auf einmal.
  • Achten Sie auf eine einfache, bildhafte und konkrete Sprache. Arbeiten Sie mit Sprachbildern.
  • Testen Sie den Begriff bei den Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen: Wie werten sie ihn?
  • Vermeiden Sie den alten Begriff, sobald Sie den neuen eingeführt haben. Ansonsten werden die alten Frames immer wieder aktiviert.
  • Wiederholen Sie den neuen Begriff über einen längeren Zeitraum, damit er gelernt wird. Die sprachliche Wiederholung verstärkt die synaptischen Verbindungen im Gehirn.

Summer in the City

Hier in Berlin ist letzte Woche ein Ereignis eingetreten, das bei den wenigsten von uns eines Reframings bedarf: Sommerferien. Ich freue mich auf schöne Tage mit meiner Familie und hoffe auf Sonne.

Ihnen eine gute Zeit.

Ulrike Führmann

 

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